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Samstag, 15. Juni 2024

Bundesweiter McMakler Speckgürtel-Index: Wo lohnt sich Wohnen am Stadtrand?

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Berlin (ots) –

– Immobilienpreise in Speckgürteln liegen noch weit unter dem Niveau in den Metropolen
– Die Nachfrage nach Wohnimmobilien im Speckgürtel ist deutlich geringer als in der Stadt – mit Ausnahme von Stuttgart, München und Köln
– Die Speckgürtel mit der besten Anbindung zur Stadt verzeichnen die höchsten Immobilienpreise

Ein Großteil hierzulande träumt vom Einfamilienhaus mit Garten. Doch der Wohnraum in den Metropolen ist knapp und so zieht es viele ins Umland. McMakler Research, die Plattform für Immobilienmarktanalysen von McMakler, hat die sieben A-Städte und ihre Speckgürtel auf Infrastruktur, Kinderfreundlichkeit, Grünflächen, Immobilienpreise und Nachfrage untersucht. Das Ergebnis: Die Kaufpreise für Wohnimmobilien sind in 2023 in den Außenbezirken günstiger – in Frankfurt am Main sogar um 33 Prozent. Die Nachfrage ist in den Speckgürteln deutlich geringer als in der Stadt – mit Ausnahme von Köln, München und Stuttgart. Wer schnell ins Zentrum möchte, braucht vom Stuttgarter und Münchner Speckgürtel nur rund 45 Minuten, was sich auch auf die Immobilienpreise auswirkt.

Stadt vs. Speckgürtel: Stärkster Preisunterschied in Frankfurt am Main

Wie stark sich die Immobilienpreise zwischen den größten deutschen Städten und ihren Speckgürteln unterscheiden, variiert von Region zu Region: Am stärksten ist der Preisunterschied in Frankfurt am Main. Hier kostet der Quadratmeter im Speckgürtel 33 Prozent weniger als in der Stadt, und auch in Hamburg und Berlin ist das Leben in den Außenbezirken um 26 bzw. 20 Prozent günstiger. In allen sieben A-Städten lässt sich eine deutliche Preisannährung der Speckgürtel an die Städte erkennen. Im Vergleich zu 2022 sind die Preisunterschiede in 2023 deutlich geringer.

Speckgürtel von Stuttgart, München und Köln sind beliebter als die Metropolen

Auch wenn die Nachfrage in den Speckgürteln immer mehr steigt, bleiben die Metropolen der meisten sieben A-Städte beliebter. Mit 32 Prozent weniger Nachfrage gegenüber der Stadt ist der Speckgürtel von Frankfurt am Main am unbeliebtesten, gefolgt von Hamburg (-22 Prozent) und Berlin (-15 Prozent). In Stuttgart (+23 Prozent), München (+19 Prozent) und Köln (+4 Prozent) ist der Speckgürtel in 2023 im zweiten Jahr in Folge attraktiver als die Metropole.

„Wir konnten in den letzten Jahren bundesweit beobachten, dass es immer mehr Menschen in ländliche Regionen zieht. Unsere Daten zeigen, dass durch die steigende Nachfrage die Immobilienpreise in den Speckgürteln in vielen Regionen bereits zu den Städten aufschließen. Interessenten von Kaufimmobilien in den Randlagen sollten nicht länger zögern, sondern vielmehr die aktuell günstigen Marktbedingungen für einen Immobilienkauf nutzen“, kommentiert Felix Jahn, Gründer und Geschäftsführer von McMakler.

Wohnen im Grünen, arbeiten in der Stadt: München und Stuttgart mit schnellster Verbindung

Wer täglich zur Arbeit in die Stadt fahren muss, hat im Münchner und Stuttgarter Umland Glück – hier dauert das Pendeln mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Hauptbahnhof nur eine Dreiviertelstunde. Deutlich länger sind die Berliner unterwegs: Durchschnittlich müssen sie fast eineinhalb Stunden für den Weg einplanen. Auch die Hamburger brauchen im Schnitt über eine Stunde.

Kinderfreundliche Regionen: Größte Kita-Dichte in Stuttgarts Speckgürtel

Bundesweit fehlen Studien zufolge hunderttausende Kita-Plätze. Wie die Untersuchung zeigt, haben Familien im Stuttgarter Speckgürtel das größte Angebot. Auf 10.000 Einwohner kommen hier 18 Kitas. Darauf folgen die Speckgürtel von Köln, München, Frankfurt und Berlin, wo es zwischen elf und acht Kitas pro 10.000 Einwohner gibt. Schlusslichter sind die Vororte von Hamburg und Düsseldorf, wo es jeweils rund vier Kitas gibt. Unter den Großstädten schneiden München und Frankfurt mit 38 bzw. 15 Betreuungseinrichtungen am besten ab. Die weiteren Großstädte reihen sich im Mittelfeld ein und bieten pro 10.000 Einwohner vier bis acht Kitas an.

Wohnen, wo andere Urlaub machen: Berlin und Umland mit Abstand am grünsten

Mit insgesamt 48 Naturschutzgebieten und 43 Seen zählt Berlin zur grünsten Hauptstadt Europas. Und auch im Umland kommen Naturliebhaber auf ihre Kosten: 42 Naturschutzgebiete und 47 Seen prägen den Berliner Stadtrand. Ganz anders sieht es dabei in Frankfurt aus, wo Bewohner lediglich neun Rückzugsorte in der Natur haben. Der Frankfurter Speckgürtel landet jedoch mit 29 Naturschutzgebieten und acht Seen auf dem dritten Platz der grünsten Außenbezirke.

„Naturnähe und das Angebot an Kinderbetreuung sind zwar wichtige Faktoren, allerdings zeigt unsere Untersuchung, dass sie nur bedingt Einfluss auf die Immobilienpreise in den Vororten nehmen. Eine stärkere Korrelation lässt sich bei der Anbindung beobachten: Die Speckgürtel mit der besten Anbindung zur Stadt verzeichnen die höchsten Preise für Immobilien“, führt Jahn fort.

Datenerhebung:

Für den McMakler Speckgürtel-Index wurden die sieben Metropolregionen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart untersucht. Konkret wurden die Anzahl an Seen, Naturschutzgebieten, Kitas sowie die durchschnittliche Fahrzeit aus dem Speckgürtel zum Hauptbahnhof der jeweiligen Metropole ermittelt. Dafür wurden alle Postleitzahlen der Regionen eingebunden. Die Nachfrage und Immobilienpreise basieren auf den unternehmenseigenen Transaktionsdaten von McMakler sowie Daten verschiedener Online-Immobilienportale von McMakler für 2023.

Pressekontakt:
McMakler | Elina Vorobjeva | Head of PR
E-Mail: [email protected] | Telefon: +49 (0) 30 555 744 917
Original-Content von: McMakler, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

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