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Donnerstag, 18. April 2024

Helene Hegemann mit neuem Literaturformat „Longreads“ in der ARD Mediathek

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Berlin (ots) –

Longreads stehen im Journalismus für lange Erzählungen, die erlauben, tiefer in eine Geschichte einzudringen. Genau das ist das Konzept der neuen, gleichnamigen Literatursendung mit Autorin und Regisseurin Helene Hegemann. Welche Bedeutung liegt hinter dem Erzählten? Was hat ein Buch mit unserem Leben und Denken zu tun? Was für eine Wirkkraft kann Literatur haben?

Helene Hegemann trifft ihre Gäste in Buchläden und in ihrem Stammlokal in Berlin. Ob Roman, Graphic Novel oder Essaysammlung – gemeinsam sprechen sie über ein Buch, das ihr Leben verändert hat und ihnen viel bedeutet. Kein gewöhnlicher Talk, sondern ein dokumentarisches Format, das in die Tiefe geht. Mit dabei sind: Journalist und Autor Thilo Mischke, Journalistin und Autorin Samira El Ouassil und Boxerin und Autorin Zeina Nassar.

Zunächst sind drei Folgen von „Longreads“ geplant. Die Koproduktion von rbb, SWR, und ARD Kultur ist ab 26. März 2024 in der ARD Mediathek verfügbar.

Folge 1: Helene Hegemann und Thilo Mischke

Der Journalist und Autor Thilo Mischke spricht über das Aufwachsen in der Buchhandlung seiner Eltern in Berlin-Friedrichshain und wieso er das Geschäft eines Tages übernehmen wird. Für ihn ist der Roman „Nichts“ von Janne Teller das Buch seines Lebens. Helene Hegemann empfiehlt ihm „V13: Die Terroranschläge in Paris“ von Emmanuel Carrère. Sie sieht darin eine Parallele zu Thilos journalistischer Arbeit und erzählt im Gespräch auch über eigene Ängste.

Folge 2: Helene Hegemann und Samira El Ouassil

Helene Hegemann trifft die Journalistin und Autorin Samira El Ouassil, die bereits als Kind die Graphic Novel „Maus“ von Art Spiegelman aus dem Bücherregal ihrer Eltern zog. Hegemann antwortet auf dieses autobiografische Erinnerungswerk mit der Essaysammlung „Jenseits von Schuld und Sühne. Bewältigungsversuche eines Überwältigten“ des Holocaust-Überlebenden Jean Améry. Die beiden Frauen unterhalten sich über die Relevanz des Erinnerns und den wachsenden Antisemitismus heute.

Folge 3: Helene Hegemann und Zeina Nassar

In der dritten Folge begrüßt Helene Hegemann die international erfolgreiche Boxerin Zeina Nassar, die weltweit die Wettkampfregeln revolutionierte, damit Frauen mit Hijab im Ring stehen können. Nassar empfiehlt einen Megaseller, die „1%-Methode“ von James Clear. Hegemann stellt die in den Achtzigern erschienene, inzwischen vergriffene Essaysammlung „Über Boxen“ von Joyce Carol Oates vor – und legt spontan ihre Skepsis gegenüber der Ratgeberliteratur ab. Außerdem diskutieren die zwei, warum das Schreiben und das Boxen mehr miteinander zu tun haben, als man glaubt.

„Longreads“ ist eine Produktion von Turbokultur im Auftrag von rbb, SWR und ARD Kultur. Regie führt Lena Brasch. Die Redaktion liegt bei Christine Thalmann (rbb), Frank Hertweck (SWR) sowie Rebecca Leiter und Bettina Kasten (ARD Kultur).

Bei Interesse stellen wir Ihnen gern einen Sichtungslink zu den ersten beiden Folgen zur Verfügung und vermitteln Interviews mit Helene Hegemann.

Über Helene Hegemann

Helene Hegemann, 1992 geboren, lebt in Berlin. 2008 gewann sie mit ihrem ersten Film „Torpedo“ den Max-Ophüls-Preis. 2010 debütierte sie als Autorin mit dem Roman „Axolotl Roadkill“, der in 20 Sprachen übersetzt wurde. Bei dessen Verfilmung führte sie selbst Regie. 2013 erschien ihr zweiter Roman „Jage zwei Tiger“, 2018 folgte „Bungalow“, für den sie für den Deutschen Buchpreis nominiert war. Zuletzt erschienen ist 2023 ihre Kurzgeschichtensammlung „Schlachtensee“. Sie inszeniert für Oper, Theater und Film.

Pressekontakt:

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