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Montag, 4. März 2024

Immobilienmarkt Frankfurt/Main – die aktuelle Entwicklung

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Frankfurt am Main gilt als Global City und ist die bevölkerungsreichste Stadt Hessens sowie Deutschlands wichtigstes Finanzzentrum. Sie spielt damit in einer Liga mit Metropolen wie New York, London und Tokio. Vor dem Hintergrund der derzeit schwächelnden deutschen Wirtschaft und den zuletzt deutlich gestiegenen Leitzinsen sind dies Gründe genug, um einen genaueren Blick auf den dortigen Immobilienmarkt zu werfen.


Die Frankfurter Immobilienpreise folgen dem bundesdeutschen Trend


Die Preisentwicklung für Eigentumswohnungen in Frankfurt am Main, die vor 2019 gebaut wurden, war im Jahr 2023 rückläufig: Die Preise für diese Immobilienklasse fielen in 39 von 45 untersuchten Stadtteilen um durchschnittlich 11,8 %.
In Eschersheim und Rödelheim sanken die Angebotspreise am stärksten – mehr als 17 % verloren Eigentumswohnungen dort an Wert.
Nur in wenigen Stadtteilen stiegen die Preise: die Altstadt, Nieder-Erlenbach, Harheim und Westend-Nord verzeichneten jeweils eine Steigerung von 5,0 bis 7,3 % im Vergleich zum Vorjahr.

Bei den Mieten ging es hingegen aufwärts: Besonders deutlich legten die Quadratmeterpreise in Praunheim mit einem Plus von 12,4 % zurück. Auch Harheim, Niederrad und die Innenstadt verzeichneten Anstiege im zweistelligen Prozentbereich.
Insgesamt stiegen die Kaltmieten in 39 Stadtteilen und erreichten einen Durchschnitt von rund 16 Euro pro Quadratmeter, was einem prozentualen Zuwachs von drei Prozent entspricht.


Steigende Mieten in Frankfurt am Main: die Gründe


Makler und Immobilienfinanzierer überrascht der steigende Mietspiegel in der Metropole am Main nicht: Die Immobilienpreise in Frankfurter hatten seit den 2000er-Jahren deutlich stärker zugelegt als in den meisten anderen Städten innerhalb Deutschlands. Als die Zinsen für Kredite zu steigen begannen und sich Baukosten neuer Immobilien aufgrund der anziehenden Inflation erhöhten, kühlte sich der Markt ab. Internationale Investoren hielten sich zurück. Privatpersonen konnten oder wollten sich eine neue Immobilie im rauen wirtschaftlichen Umfeld nicht leisten, geplante Bauprojekte wurden abgesagt.
Die Nachfrage nach Wohnraum blieb dennoch unverändert hoch – mit steigenden Mietpreisen als Konsequenz.


Was ist Eigentümern und potenziellen Käufern von Immobilien zu raten?


In Deutschland und in Frankfurt/Main besonders kannten die Immobilienpreise in den vergangenen 20 Jahren nur eine Richtung: nach oben.
Viele Experten befürchteten eine Blasenbildung am Markt, die katastrophale Auswirkungen auf den Kreditmarkt hätte entfalten können.
Immobilienbesitzer wurden zunehmend unruhig und fragten sich, ob sie ihre Wohnung in Frankfurt verkaufen sollten oder ein Verkauf verfrüht wäre.
Aus dieser Perspektive sind die zuletzt rückläufigen Preise aus der Sicht von Eigentümern und Investoren zu begrüßen: Der Immobilienmarkt ist vergleichbar mit anderen Märkten, etwa dem Aktienmarkt. Steigen die Preise zu lange und zu stark, erhöht sich das Risiko einer Blasenbildung. Wenn diese – metaphorisch gesprochen – platzt, hat dies gravierende Auswirkungen zum Nachteil von Eigentümern und Investoren. Spätestens seit der Finanzkrise in den Jahren 2008 und 2009 ist bekannt, dass eine Krise am Immobilienmarkt die gesamte Weltwirtschaft in Mitleidenschaft ziehen kann.
Die Preisrückgänge am Markt für Wohnungen und Häuser in Frankfurt am Main sind deshalb das, was Fachleute eine gesunde Korrektur nennen.
Üblicherweise setzt sich der übergeordnete Preistrend nach der zwischenzeitlichen Verschnaufpause fort.


Fazit – die Immobilienpreise in Frankfurt konsolidieren


Die Preise für Eigentumswohnungen in Frankfurt verloren in diesem Jahr überdurchschnittlich stark an Wert, während die Mietpreise anzogen. Fachleute verorten die Gründe in steigenden Bau- und Finanzierungskosten bei anhaltend hoher Nachfrage nach Wohnraum. Die Immobilienpreise befinden sich nach einem jahrzehntelangen Anstieg derzeit in einer gesunden Korrektur – von einer Krise oder gar einem Crash kann keine Rede sein.
Eigentümer von Wohnung können deshalb davon ausgehen, dass die Preise für Immobilien in der Metropole am Main in den kommenden Jahren weiter steigen werden.

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