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Dienstag, 5. März 2024

rbbKultur und Literaturhaus Berlin vergeben Walter-Serner-Preis 2023 an Kenan Kokic

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Berlin (ots) –

Der Walter-Serner-Preis, vergeben von rbbKultur und dem Literaturhaus Berlin, geht in diesem Jahr an Kenan Kokic für seine Erzählung „Gegen Ende hin“. Er erhält ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro.

„Gegen Ende hin“

In seiner Kurzgeschichte „Gegen Ende hin“ erzählt Kenan Kokic vom Besuch eines erwachsenen Kindes beim schwerkranken, alten Vater. Ihre Beziehung ist von Sprachlosigkeit geprägt: „Er spricht meine Sprache nicht, die hiesige, ich die seine schlecht, verstehe nur, lese nur, rede nicht, rede nie“. In der Hoffnung, die Stille mit Hilfe eines Bots zu überwinden, wird die Begegnung mit einem Laptop angetreten, doch auch die Maschine kann nur bedingt weiterhelfen.

„Gegen Ende hin“ überzeugt die Jury als eindringliche und kunstvoll erzählte Momentaufnahme über Migration und Maschinen, Sprechen und Schweigen.

Über den Autor

Kenan Kokic, geboren 1998, ist gelernter Software-Entwickler und studiert seit Herbst 2023 Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst in Wien. 1995 ließ sich seine Familie, die vor den Kriegen in Ex-Jugoslawien geflüchtet war, in der Südsteiermark nieder. Seit einigen Jahren schreibt er Kurzgeschichten und arbeitet nun an seinem Romandebüt. 2022 erhielt er den Hauptpreis der Exil-Literaturpreise, 2023 war er Gewinner des 31. Open-Mike-Wettbewerbs.

Beim Walter-Serner-Preis 2023 gingen 334 gültige Bewerbungen ein. Gesucht wurden in diesem Jahr unveröffentlichte Kurzgeschichten, die sich mit den Vorzügen und Nachteilen von KI beschäftigen.

rbbKultur und das Literaturhaus Berlin vergeben den mit 5.000 Euro dotierten Preis jährlich. Gastjuror 2023 ist der Autor Juan S. Guse, der auch die Laudatio auf den Preisträger halten wird. In der Jury waren außerdem Sonja Longolius und Janika Gelinek, die Leiterinnen des Literaturhauses, sowie Nadine Kreuzahler und Anne-Dore Krohn (rbbKultur).

Die Preisverleihung live auf rbbKultur

Der Preis wird am 5. Dezember 2023 um 19.00 Uhr im Literaturhaus Berlin verliehen. Die Veranstaltung wird live im Radio auf rbbKultur übertragen. Tickets für die Verleihung gibt es über die Homepage des Literaturhaus Berlin für 8 Euro, ermäßigt 5 Euro, mit dem Berlin-Ticket S 3 Euro.

Walter Serner wurde 1889 in Karlsbad geboren und lebte in Wien, Berlin und Zürich. Er schrieb unter anderem „Letzte Lockerung. Ein Handbrevier für Hochstapler“ und „Die Tigerin“. 1942 wurde er aus Prag nach Theresienstadt deportiert und von dort weiter in den Wald von Bikernieki bei Riga, wo er am 23. August 1942 mit seiner Frau Dorothea ermordet wurde. Der Walter-Serner-Preis für Kurzgeschichten soll an sein Leben und Wirken erinnern. Es gibt ihn seit Mitte der 1970er Jahre. Seit 1996 ist der Preis dotiert und wird gemeinsam von rbbKultur und dem Literaturhaus Berlin ausgeschrieben und verliehen.

Weitere Informationen

www.rbbkultur.de/waltersernerpreis und www.literaturhaus-berlin.de

Pressekontakt:
rbb Presse und Information
Alke Lorenzen
Tel. 030/97993 – 12108
[email protected]
Original-Content von: rbb – Rundfunk Berlin-Brandenburg, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

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