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Donnerstag, 20. Juni 2024

Störfall / Fehlende Fortbildung in unserem Job ist lebensgefährlich

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Berlin (ots) –

Der Brand eines sogenannten Störfallbetriebes im Berliner Süden am vergangenen Freitag stellte die Berliner Feuerwehr und unsere Kolleginnen und Kollegen vor enorme Herausforderungen.

Bereits ein normaler Wohnungsbrand birgt große Gefahren, doch hatte man es in der Lichterfelder Galvanik mit gefährlichen Gütern im Sinne eines CBRN Einsatzes (chemische, biologische, radiologische und nukleare Gefahren) zu tun. Um das zu beherrschen, braucht es Wissen und vor allem Training. If you don’t use it you lose it.

„Gebetsmühlenartig warnen wir schon lange vor den Folgen fehlender Fortbildung in der Brandbekämpfung und technischen Hilfeleistung. Man kann die Bewältigung solcher Einsätze nicht in einem netten Buch oder via E-Learning verinnerlichen. Das muss praktisch und regelmäßig geübt werden. Was wir jetzt sehen mussten, waren Kolleginnen und Kollegen ohne adäquate Schutzausrüstung, mit rußgeschwärzten Gesichtern in Einsatzkleidung, die in Teilen mit kontaminiertem Löschwasser durchsetzt war“, so Lars Wieg, Vorsitzender der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft.

Die miserable Quote der Fortbildungen hat im Besonderen mit der hohen Auslastung im Rettungsdienst zu tun. Jede Stunde in Übung fehlt der Beschäftigte auf der Wache und im Einsatzdienst. Das geht so weit, dass es schon annähernd zu „Ausbildungssperren“ im Sommer gekommen ist, um latenten Personalmangel zu kompensieren. Man lebt von der Substanz und gefährdet die Kolleginnen und Kollegen sehenden Auges.

„Fehlende Fortbildung in unserem Job ist lebensgefährlich. Die Aufarbeitung der Ereignisse ist das Mindeste, was zu erwarten ist. Alle am Einsatz beteiligten Kolleginnen und Kollegen müssen umgehend das Angebot der ärztlichen Untersuchung erhalten, und ein Fortbildungskonzept gehört schnellstens auf den Tisch“, so Wieg.

Pressekontakt:
Manuel Barth
Deutsche Feuerwehr-GewerkschaftPressesprecher BundTel.: 030 86 33 55 67
Mobil.: 0173 203 5 201
Mail: [email protected]
Original-Content von: Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft (DFeuG), übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

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