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Sonntag, 25. Februar 2024

Wandel in allen Branchen: Softwarebasierte Umsätze werden sich bis 2030 voraussichtlich vervierfachen

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Berlin (ots) –

– Die Transformation hin zu softwaredefinierten Unternehmen wird beschleunigt von generativer KI: 72 Prozent der Unternehmen weltweit planen, diese Technologie im nächsten Jahr bei der Softwareentwicklung einzusetzen [1], in Deutschland planen dies 74 Prozent.
– In Deutschland sehen sich neun Prozent als Software-Unternehmen und 39 Prozent wollen es bis in fünf Jahren sein.

Software wird bis 2030 einen stark wachsenden Beitrag zu Unternehmensumsätzen leisten und gilt als ein Kernfaktor künftigen Wirtschaftens. Zu diesem Ergebnis kommt die neue Studie des Capgemini Research Institute „The Art of Software: the new route to value creation across industries (https://www.capgemini.com/de-de/research-and-insight/softwarization-research/)“, für die weltweit 1.500 Führungskräfte, davon 215 aus Deutschland, befragt wurden. Zu den untersuchten Branchen zählen unter anderem Automobil, Luft- und Raumfahrt, Telco sowie Life Sciences.

Der Studie zufolge gehen Unternehmen weltweit davon aus, dass der Teil ihres Umsatzes [2], der auf Software basiert, bis 2030 auf 29 Prozent (in Deutschland auf 31 Prozent) steigen wird. Im Jahr 2022 betrug dieser Wert weltweit und in Deutschland noch sieben Prozent. Zu Software und softwaregetriebenen Technologien zählen unter anderem Cloud, das Internet of Things (IoT), High-Performance-Netzwerke (einschließlich 5G) und Künstliche Intelligenz/Maschinelles Lernen [3]. Sie beschleunigen in allen Branchen Innovationen sowie die Forschung und Entwicklung (F&E) bei Produkten und Dienstleistungen. Außerdem schaffen sie personalisierte Kundenerlebnisse, erschließen neue Einnahmequellen sowie Geschäftsmodelle und ermöglichen es, Kosten zu senken.

„Wir stehen am Beginn einer neuen Ära softwaredefinierter Unternehmen“, sagt Jochen Bechtold, Managing Director von Capgemini Engineering in Deutschland. „Organisationen müssen nicht nur umdenken, wenn sie sich abheben möchten. Vielmehr ist ein Mentalitätswandel nötig, um innovativ und wettbewerbsfähig zu bleiben. Dabei können digitale Technologien nicht mehr nur als Add-on oder Werkzeuge gesehen werden. Führungskräfte sollten Software als strategisches Schlüsselelement betrachten, wodurch sich neue Anwendungsfälle, Erlösquellen und Geschäftsmodelle ermöglichen lassen. Es gilt daher, strategische Partnerschaften aufzubauen, digitale Methoden und Tools einzuführen und eine klare Strategie für die Transformation zu formulieren. So wird sichergestellt, dass die zugrunde liegende technologische und organisatorische Architektur robust, nachhaltig und skalierbar ist. Generative KI kann diese Entwicklung enorm beschleunigen.“

Wettbewerbsvorteile in allen Branchen

Die Studie zeigt, dass sich Unternehmen aller Branchen als Softwareunternehmen neu definieren und die Rolle des traditionellen, hardwarezentrierten Geschäfts in Relation dazu abnimmt. Derzeit bezeichnet sich bereits ein Viertel der Unternehmen weltweit als „Software“-Unternehmen, und weitere 32 Prozent gehen davon aus, dass sie innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre den Status eines Softwareunternehmens erreichen werden. In Deutschland hingegen sehen sich erst neun Prozent als Software-Unternehmen und 39 Prozent wollen es bis in fünf Jahren werden. Fast 60 Prozent der Unternehmen sind sich einig, dass die softwaregetriebene Transformation heute ein Thema für die Vorstandsetage ist. Die Mehrheit der Befragten sieht sie zudem nicht mehr nur als Werkzeug oder Zusatzprodukt, sondern als strategische Kernkompetenz, um der Konkurrenz voraus zu sein, Geschäftsmodelle effektiv umzugestalten und neuen Mehrwert für Kunden zu kreieren.

Eine erfolgreiche Transformation hin zum Software-Unternehmen ermöglicht der Studie zufolge bis zum Jahr 2030 wesentliche Wettbewerbsvorteile für Unternehmen aller Branchen. Im Telekommunikationssektor wird dadurch eine Umsatzsteigerung von 39 Prozent erwartet. In der Automobilbranche sowie dem Banken- und Versicherungssektor beträgt die erwartete Steigerung jeweils 32 Prozent und im Life-Sciences-Sektor 31 Prozent.

Ein Fünftel der F&E-Budgets fließen in softwaregetriebene Initiativen

Der Studie zufolge fließen derzeit fast 18 Prozent der gesamten F&E-Budgets in softwaregetriebene Initiativen – ein Trend, der sich in den kommenden Jahren beschleunigen wird: Branchenübergreifend planen 60 Prozent der Unternehmen, ihre Investitionen in Softwareinitiativen in den nächsten zwei Jahren um neun Prozent zu erhöhen. Mehr als ein Drittel dieser Investitionen konzentriert sich auf die Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen.

Beschleunigung des Wandels durch generative KI

Die Nachfrage nach vernetzten, intelligenten Produkten und Dienstleistungen steigt. Unternehmen setzen im Zuge dessen auf Technologien wie generative KI, um Entwicklerinnen und Entwickler während des gesamten Softwareentwicklungszyklus zu unterstützen und die Erstellung von Code zu beschleunigen. Der Studie zufolge wird erwartet, dass generative KI-Werkzeuge die Zeitersparnis bei der Softwareentwicklung in den nächsten drei Jahren von 15 Prozent auf 43 Prozent steigern werden.

Weiterhin zeigen die Studienergebnisse, dass sieben von zehn Unternehmen planen, im nächsten Jahr generative KI bei der Softwareentwicklung einzusetzen, und dass diese Werkzeuge in den kommenden drei Jahren bereits bei der Erstellung von 37 Prozent des Codes helfen werden. Nur 28 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass sie in den nächsten 12 Monaten nicht beabsichtigen, generative KI zur Unterstützung der Softwareentwicklung einzusetzen.

Herausforderungen auf dem Weg zum vollständigen Software-Unternehmen

Trotz der offensichtlichen Vorteile einer softwaregetriebenen Transformation befinden sich 68 Prozent der Unternehmen noch in der frühen Experimentierphase. Nur 29 Prozent der Unternehmen haben mit der Skalierung und dem Einsatz von Software zur Beschleunigung der Transformation begonnen, während davon nur fünf Prozent bereits vollständig skalierte Initiativen umgesetzt haben.

Um das volle Potenzial von Software auszuschöpfen, gilt es für Unternehmen, Interoperabilität und Flexibilität über verschiedene Plattformen hinweg zu gewährleisten. Allerdings verfügt weniger als die Hälfte (48 Prozent) der Unternehmen über eine Architektur, die sich entsprechend skalieren lässt. Die Studie hebt hervor, dass sich fast 40 Prozent der Software-Investitionen in Unternehmen derzeit auf die Wartung von alten Systemen konzentrieren. Der Umgang mit langfristigen Betriebskosten wird zu einer entscheidenden Herausforderung beim Übergang von veralteten zu zukunftssicheren Architekturen.

Talente – Der Schlüssel zum Erfolg

Um die softwaregetriebene Transformation erfolgreich zu gestalten, führt kein Weg vorbei an der Förderung von Talenten. 39 Prozent der Unternehmen gehen davon aus, dass wiederum 39 Prozent ihrer Mitarbeitenden in den nächsten drei Jahren an Softwarelösungen arbeiten werden. Allerdings fehlen relevante Fähigkeiten, insbesondere in Bereichen wie Cybersicherheit und Compliance (61 Prozent), KI, maschinelles Lernen und Deep Learning (jeweils 60 Prozent) sowie Daten und Cloud (57 Prozent).

Methodik

Für die Studie befragte das Capgemini Research Institute 1.500 Führungskräfte aus Unternehmen mit einem Jahresumsatz von über einer Milliarde US-Dollar. Die Befragten kamen aus verschiedenen Branchen, darunter Automobil, Konsumgüter, Einzelhandel, Luft- und Raumfahrt, Verteidigung, Life Sciences, Banken und Versicherungen, Telekommunikation, Energie- und Versorgungsunternehmen, Industrie- und Investitionsgüter sowie Fertigung. Die Befragten sitzen in 13 Ländern in Nordamerika, Europa und APAC.

Darüber hinaus wurden 20 ausführliche Interviews mit Führungskräften aus verschiedenen Unternehmen geführt. Alle Befragten sind an der Entwicklung von Initiativen zu softwaregesteuerter Transformation beteiligt. Sie stammen aus verschiedenen Funktionsbereichen, z. B. allgemeines Management/Strategie, Innovation, Software Engineering, Forschung und Entwicklung, IT und Datenmanagement, Marketing und Vertrieb, Produkt-/Dienstleistungsentwicklung und Kundenmanagement.

Über Capgemini

Capgemini ist einer der weltweit führenden Partner für Unternehmen bei der Steuerung und Transformation ihres Geschäfts durch den Einsatz von Technologie. Die Gruppe ist jeden Tag durch ihren Purpose angetrieben, die Entfaltung des menschlichen Potenzials durch Technologie zu fördern – für eine integrative und nachhaltige Zukunft. Capgemini ist eine verantwortungsbewusste und diverse Organisation mit einem Team von rund 350.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in mehr als 50 Ländern. Eine 55-jährige Unternehmensgeschichte und tiefgehendes Branchen-Know-how sind ausschlaggebend dafür, dass Kunden Capgemini das gesamte Spektrum ihrer Geschäftsanforderungen anvertrauen – von Strategie und Design bis hin zum Geschäftsbetrieb. Dabei setzt das Unternehmen auf die sich schnell weiterentwickelnden Innovationen in den Bereichen Cloud, Data, KI, Konnektivität, Software, Digital Engineering und Plattformen. Der Umsatz der Gruppe lag im Jahr 2022 bei 22 Milliarden Euro.

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Über das Capgemini Research Institute

Das Capgemini Research Institute ist Capgeminis hauseigener Think-Tank in digitalen Angelegenheiten. Das Institut veröffentlicht Forschungsarbeiten über den Einfluss digitaler Technologien auf große Unternehmen. Das Team greift dabei auf das weltweite Netzwerk von Capgemini-Experten zurück und arbeitet eng mit akademischen und technologischen Partnern zusammen. Das Institut hat Forschungszentren in Indien, Singapur, Großbritannien, und den USA.

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[1] Software-Ingenieurinnen und -Ingenieure nutzen generative KI bereits in allen Phasen der Softwareentwicklung, von der Analyse konkreter Geschäftsanforderungen und bei agilen User Stories bis hin zum Schreiben von Softwarecode, Optimierung, Fertigstellung, Testen und Debuggen sowie Monitoring.

[2] Anteil softwarebasierter Einnahmen am Gesamtumsatz.

[3] Maschinelles Lernen (ML) ist ein Fachgebiet künstlicher Intelligenz, das sich mit der Entwicklung und Untersuchung statistischer Algorithmen befasst, die allgemeine Aufgaben ohne spezialisierte Anweisungen ausführen können.

Pressekontakt:
Konrad Horsch
Tel: + 49 151 544 767 85
E-Mail: [email protected]
Original-Content von: Capgemini, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

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