2.9 C
Frankfurt (Oder)
Dienstag, 5. März 2024

Der Organspendepreis 2023 geht an KiO Youth / Stiftung Über Leben zeichnet Juniorteam der Kinderhilfe Organtransplantation aus / Preisübergabe im Bundesgesundheitsministerium

Top Neuigkeiten

Berlin (ots) –

Gewinner des Organspendepreises 2023 ist „KiO Youth“, das Juniorteam des Hilfevereins Kinderhilfe Organtransplantation – Sportler für Organspende e.V. (KiO). Der von der Stiftung Über Leben seit 2021 ausgelobte Preis ist am heutigen Mittwoch im Bundesministerium für Gesundheit durch die Parlamentarische Staatssekretärin Sabine Dittmar (MdB) übergeben worden.

In diesem Jahr wird mit der Preisvergabe an KiO Youth das besondere Engagement einer Gruppe von rund 20 organtransplantierten jungen Menschen unterstützt, die in Projekten und mit dem eigenen Beispiel über Organspende und -transplantation informieren. Beispielsweise klärt KiO Youth an Schulen und Universitäten auf, ist mit Kampagnen in den Sozialen Medien präsent und stellt im Sinne der Peer-Beratung lokale Ansprechpartner für junge Erwachsene, die noch vor einer Transplantation stehen.

Die Parlamentarische Staatssekretärin Sabine Dittmar sagt: „Noch immer besteht ein gravierender Mangel an Spenderorganen in Deutschland. Wir müssen deshalb deutlich mehr Menschen dafür gewinnen, ihre Spendenbereitschaft zu dokumentieren und so die Organspendezahlen zu steigern. Wir werden deshalb in unserer Aufklärungsarbeit nicht nachlassen. Zivilgesellschaftliche Initiativen wie KiO Youth unterstützen dabei ganz wesentlich und geben denen ein Gesicht, die derzeit noch viel zu lange warten und hoffen müssen.“

Der unter der Schirmherrschaft von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach stehende Organspendepreis ist mit 5.000 Euro dotiert und unterstützt herausragende Initiativen der Aufklärungsarbeit zum Thema Organspende. Die bundesweit agierende Stiftung „Über Leben – Initiative Organspende“ ist aus der 2008 ins Leben gerufenen Stiftung Fürs Leben der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) hervorgegangen. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, durch neutrale Information und Aufklärung, offenen Austausch und überzeugendes Engagement dazu anzuregen, über das Leben und das, was danach kommt, nachzudenken. Ein Projekt dabei ist der jährlich vergebene Organspendepreis.

Dr. Jorit Ness, Geschäftsführer der Stiftung Über Leben, sagt: „Die Hoffnungen für die dringend benötigte Transformation im Bereich der Organspende in Deutschland liegen auf der jungen Generation. Mit der Vergabe des diesjährigen Organspendepreises unterstützt die Stiftung Über Leben junge Akteure mit Visionen, neuen Ideen und Überzeugungskraft.“

Ehrenamtlich geführt wird KiO Youth von Robert Grabowski (32, Karlsruhe, leber- und zweimal nierentransplantiert) mit Unterstützung durch KiO-Vorstandsmitglied und Paralympicssiegerin Franziska Liebhardt (41, Würzburg, doppel-lungen- und nierentransplantiert). „Wir alle bei KiO Youth sind vor Freude aus dem Häuschen über diesen Preis, er ist eine große Ehre und außergewöhnliche Belohnung unserer Arbeit. Das motiviert uns sehr, noch aktiver zu werden und die lebensrettende Idee der Organspende noch mehr in das Bewusstsein der Menschen zu rufen“, sagte Robert Grabowski nach der Preisübergabe. KiO-Vorstand Franziska Liebhardt wies darauf hin, dass „junge Menschen mit einer Benachteiligung so auch an ehrenamtliches Engagement herangeführt und für die Mitgestaltung einer inklusiveren Gesellschaft sowie für politische Beteiligung gewonnen werden. Inzwischen wird KiO Youth für diesen Zweck auch vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert.“ Zusammen mit Grabowski und Liebhardt nahmen für KiO Youth auch Anike (22, darmtransplantiert, Heidelberg), Clara (20, lebertransplantiert, Karlsruhe), Paula (23, lebertransplantiert, Freiburg), Paulina (19, lebertransplantiert, Hamburg) und Sibylle (21, herztransplantiert, Frankfurt am Main) den Organspendepreis 2023 entgegen.

Forderungen der Transplantations-Jugend

Die Mitglieder von KiO Youth nutzten diesen Anlass, um in einer „Berliner Erklärung“ drei zentrale Forderungen an die politisch Verantwortlichen in Bund und Ländern zu richten. Neben der Einführung der Widerspruchslösung sowie einer sofortigen und praktikablen Umsetzung des schon 2020 vom Bundestag beschlossenen Organspenderegisters soll nach dem Wunsch der Transplantations-Jugend die Aufklärung über Organspende und -transplantation bundesweit Pflichtthema an deutschen Schulen werden.

Hier zum kompletten Forderungspapier der Transplantations-Jugend (https://a.storyblok.com/f/161937/x/a198937f1b/kio_youth_forderungen_11_23.pdf)

Der mildtätige und gemeinnützige Hilfeverein KiO (www.kiohilfe.de) unterstützt jährlich rund 100 Familien mit organtransplantierten Kindern in finanziellen Notsituationen, ermöglicht ihnen wichtige erlebnispädagogische Angebote, hat ein offenes Ohr bei Sorgen und Nöten und begleitet transplantierte junge Menschen auf dem Weg in die Selbständigkeit. Mit der Gruppe „KiO Youth“ fördert KiO die Partizipation und Teilhabe organtransplantierter junger Menschen und gewinnt sie für eine Mitarbeit bei der KiO-Hilfe. Alle jungen Organtransplantierten ab 18 Jahren können mitmachen. KiO Youth entwickelt eigenständig Projekte und trifft sich regelmäßig, Vorbild ist das etablierte Engagementformat Juniorteam für Jugendliche und junge Erwachsene in den gemeinnützigen, organisierten Sportverbänden.

Pressekontakt:
Kinderhilfe Organtransplantation – Sportler für Organspende e.V. (KiO)
Oliver Kauer-Berk, Mitglied des Vorstands
Otto-Fleck-Schneise 8
60528 Frankfurt am Main
Tel. 0172-66 22 093
[email protected]
Original-Content von: Kinderhilfe Organtransplantation e.V., übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

- Advertisement -
- Advertisement -

Neueste Artikel